Gedicht aus 2014

Habt ihr euch jemals denn gefragt,

Ob jemand eure Herzen, 

Seelen lenkt?

Habt ihr euch jemals denn gefragt,

wieso die Welt voll Trauer, 

Schmerz und

Hoffnungslosigkeit?

Immer mehr Krieg, Hass und

Gewalt? 

(- und dies,

zu großem Teil, 

wird kontrolliert durch

dunkle,

anonyme G‘stalt‘.)

Ist dies nicht alles,

Was uns vorgemacht,

bloß ein Schleier?

Verblendung?

Lenkung?

– Der Schleier, der dich plötzlich fängt,

Erfasst.

Und deine Würde „hängt“,

Am Haken

In der „Abstellkammer“,

ehemals Gewissen

hieß es.

„Hetzt man 

denn uns 

aufeinander?!“

– So fragt ihr.

Ich fürchte schon…

Der große Zauberkasten tut sein Übriges.

Programm: De-sensib’lisierung,

De-humanisierung.

Klassifizierung

(in wertes 

und unwertes Leben).

Mumifizierung

Des Gefühls.

Ach, Kasten,

schweig doch mal!…

Hast du verlernt 

Uns zu erbauen?

Wieso wird heute an den Schulen

Immer öfter, 

immer mehr,

die hoffnungsvolle Art der Kinder,

die Dankbarkeit fürs Leben,

so früh begraben.

Was habt ihr mit dem Kind gemacht?

Natürlich, lernen – das ist gut.

Doch wo die Lehrer, 

die voll Frohmut?

Oh Lehrer, die ihr rar!

Erklärt uns bitte,

wo das Licht?

Zeigt uns doch bitte, 

wo der Weg…

Was heißt es, Mensch zu sein?

Zu denken, fühlen und zu lieben?

Was heißt es, seine Ängste, seine „Teufel“, zu besiegen?

Wo bleiben Glaube und die Hoffnung?

Was hat man bloß

aus diesen Worten angestellt…

ich denke glatt,

dass die Bedeutung

irgendwie gewechselt.

Und vertauscht.

Wie ist das bloß geschehn?

Ach wisst,

ich weine still darüber,

ich stiller Kämpfer… einsamer Wolf…

ich gebe zu, 

entblöße mich, oh Volk!

Und meine Verse, die

bei weitem nicht genial…

Doch hört mir bitte zu,

dies Reinigung, Katharsis,

macht mich frei und sprengt

den Käfig, 

der sich so oft schon, 

und so eng

an meinen Kopf und Herzen

schmiegt 

und tiefe Wunden 

stets

einritzt.

Wie oft bin ich

In diese Fallen rein.

Wie oft war ich verbittert,

spürte Pein,

und Wut, und Lust

das alles zu zerstören!

Verzeiht!!

Was hab ich nur getan…

Ich habe das zerstört,

was nicht von mir 

geschaffen.

Fast hätte ich getötet…

Oh mächtige Natur, oh Schöpfer,

du ewiges Gesetz,

von Leben und von Sterben, 

von Liebe und Vergebung,

befreie mich von meiner Schuld!

Fast wär ich selbst gestorben;

Für immer tot.

– und doch am Leben.

Wär da nicht dieses ferne Licht!

Oh Wunder!

Sag, wo kommst du her?

So plötzlich?

Inmitten aller Dunkelheit?

Dies Funken war es, 

der ganz sacht

mein Herz umarmte.

Und flüsterte ins Ohr, 

das fast schon taub geworden wär…

die Melodie…

so eine Reinheit,

eine Wonne,

so ein erbauendes Gefühl…

– oh du mein Lebensretter, -spender!

dieses Licht,

das dringt durch mich hindurch;

und heilt mich immer wieder…

Und dieses warme, zarte Licht, 

es spricht zu uns!

S‘ist überall, 

oh glaubt mir doch…

es kümmert sich um dich,

um jeden, der es braucht.

Es redet sanft zu dir:

„Sei nicht verbittert Freund…

Der Weg ist lang und steinig,

doch ich verlass dich nie, 

mein liebes Kind…“

Ach ew’ges Glück…

Dass mitten in der Nacht

Mich wieder rettet.

Den Käfig sprengt!

Die Angst besiegt!

Und kämpfen, bis ans letzte, lässt!

So hört!

Wir sind doch keine Tiere!!

Wir sind kein Schlachtvieh!!

Und keine Vampire! , die Seelen andrer saugen müssen.

Wir sind kein Material,

das sich beliebig formen lässt.

Manipuliert uns nicht!

Und redet uns nicht ein,

wir wären Kreaturen ohne Wille, ohne Sein!!

Und unser Leben  

– ohne Sinn?!

Revolution – die ohne Ziel!?!

Ein Krieg von allen gegen alle!?

So hört doch auf mit dem zerstörenden Gerede!!

Zeigt endlich Demut,

ihr da „oben“,

Nach allem 

was ihr selbst 

getan ,

und angeordnet, 

zugelassen habt.

Ihr seid doch bloß verführt.

Und Mitleid muss man mit euch haben…

befreien von der Eiseskälte…

Wenn ihr jedoch 

kein Mitleid zeigt;

Dann seid ihr für die Ewigkeit verloren…

So seht, 

vergesst niemals,

dass Rettung naht.

Doch seid bereit und offen, 

wacht!

Die Tage nahen.

Erlösung ist bald da.

Erlösung kommt,

wenn WIR dem widerstehen!,

Was uns von Dieben 

Eingeredet,

die viele Seelen schon gefischt.

Ich fleh euch an,

Ihr Menschen, die das lest.

Und bete,

– Dass man euch nicht 

verleitet,

wenn die Zeiten hart.

Bewahren wir bloß Ruhe,

falls diese Riesen-Welle prompt einschlägt.

Habt keine Angst, und bitte,

wappnet euch

für diesen letzten Kampf.

Seid stark und frohen Mutes,

und öffnet eure Herzen

in diesen Tagen 

der unsagbaren Schmerzen.

Wisst, 

Dass die da oben 

lachen,

und in den Festungen

über uns immerwährend

wachen.

Die Fürsten dieser Welt,

mit ihrem Oberfürst

aus andrer Dimension. 

– Der Geist,

der Chaos will, 

und tötet 

und zerstört.

Widerstehn wir ihm!!

(c) Daria Kokozej, 2014

Veröffentlicht von gloriajoandaria

BA (Philosophie) Uni Wien, Berklee Summer School 2018, St Franziskus Volksschule, Boerhaavegasse Gymnasium, Uni Graz... etc...

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