Über Bildung – eine Annäherung
(Daria Kokozej und leichte KI Überarbeitung, 25. November 2025)
Bildung. Was ist eigentlich mit diesem Wort gemeint? Es ist ein großes, vielschichtiges Wort, das weit über bloßes Wissen hinausreicht.
Sehen wir genauer hin.
Im Begriff Bildung steckt das Wort Bild. Wir können uns fragen: Welche Bilder sind damit gemeint?
Man darf annehmen, dass es sich um innere Bilder handelt – Vorstellungen, Haltungen, Werte, Weltbilder –, die wir in uns tragen und die unser Denken und Handeln prägen.
Diese inneren Bilder bestimmen uns. Sie bilden den Kern unserer Persönlichkeit, ja unseres gesamten inneren Kosmos. Deshalb ist es entscheidend, welche Bilder wir zulassen, welche Formen wir unserem Geist geben – denn davon hängt unser Schicksal ebenso ab wie die Art, wie wir unser Leben führen.
Heute leben wir in einem Zeitalter der künstlichen Intelligenz, eines tiefgreifenden Wertewandels, einer rasenden Beschleunigung, in einer Welt von Influencern, Krisen, Kriegen und einer erst teilweise verarbeiteten Pandemie.
Angesichts dieser Umbrüche müssen wir uns fragen:
Was ist in dieser Welt noch wesentlich? Welche Bildung benötigen wir?
Wenn Studierende und Lernende KI nutzen, stellt sich zugleich die Frage:
Wie kann man Bildung überhaupt noch prüfen?
Wie lässt sich menschliches Wissen, Denken, Verstehen bewerten?
Und in einem Zeitalter, in dem Informationen im Überfluss vorhanden sind – welchen Stellenwert hat dann noch die sogenannte klassische Bildung?
Eines scheint gewiss: Bildung muss erarbeitet werden.
Ohne Anstrengung verflacht der Geist. Ohne Übung verliert der Mensch seine Fähigkeit zur Konzentration, zur Tiefe, zur Durchdringung eines Gedankens. Denn das Denken ist das, was den Menschen ausmacht.
Darum müssen wir fragen:
Wie trainieren wir unser Denken – und damit unsere Bildung?
Die Menschen, die auch künftig bestehen und sich weiterentwickeln werden, sind jene, die die Fähigkeit zur Selbstbildung bewahren:
die Informationen eigenständig prüfen, sich Wissen selbst aneignen, kritisch lesen, klar schreiben und verantwortungsvoll urteilen können.
Bildung ist innere Formung – ein Akt der Menschwerdung.
Künstliche Intelligenz kann Texte generieren, doch was nützt uns ein Text, den wir nicht selbst verstehen, prüfen und durchdenken können?
Bildung bleibt ein Weg der Reflexion.
Nur gebildete Menschen finden im Dschungel der modernen Welt Orientierung, nur sie erkennen im Labyrinth der Informationen den Weg, der trägt.
Je mehr Antworten Maschinen liefern, desto dringlicher müssen wir Menschen wieder lernen, eigene Fragen zu stellen.
Denn erst durch klassische Bildung – durch selbstständiges Denken, Urteilen und Verstehen – wird der Mensch zu einem freien Menschen, der verantwortlich handeln kann.