Daria wuchs auf zwischen hohen Altbaudecken, in einer Stadt, die nach Zukunft und Vergangenheit zugleich duftete – Wien, Stadt der Klassik und Stadt der Moderne, Metropole der Kultur…. Ihre Mutter Victoria war Opernsängerin ihrem ganzen Wesen nach, auf der Bühne und zuhause, beim Kochen, beim Bügeln, Opernsängerin durch und durch… Daria liebte die Stimme ihrer Mutter, die so melodisch und glasklar war.
Sie wurde erwachsener und wollte auch Sängerin werden, – nicht aus Ehrgeiz, sondern aus innerem Drang, aus Notwendigkeit; und dennoch – sie wusste früh – sie wollte nicht im Schatten ihrer Mutter sein und nicht Oper singen, sondern sie wollte ihre eigene Stimme finden, in solchen rohen und ehrlichen Musikrichtungen wie Rock oder Soul oder später Jazz… sie wollte ihren eigenen, ganz besonderen Klang, inspiriert von all ihren geliebten, in Wien und Europa entdeckten Künstlern finden, wie Freddie Mercury, Whitney Houston, Michael Jackson, all die Classic und Progressive Rock Bands der 70er…
… an den Musikschulen konnte man wohl lernen, wie man Noten liest, Partituren übt, man konnte an der Technik feilen; doch Daria wollte etwas anderes, sie wollte Emotion übermitteln, lernen wie man Menschen berührt, von Herzen singen lernen, wie ihre Idole… so hat sie jeden Abend mit Freddie Mercurys und Queens Musik geübt und alles nachgesungen, bis sie nicht mehr konnte,- und all das nach dem Schulunterricht, an ihrem Gymnasium mit sprachlichem und künstlerischem Schwerpunkt.
Jeden Abend schloss sie sich in ihr Zimmer ein, schob die Stühle zur Seite, zog die Vorhänge zu und legte Queen auf. Oder Whitney. Oder YES, wenn ihr Herz zu schwer war für alles andere. Sie sang mit Leidenschaft und Hingabe; manchmal lauter, manchmal leiser, es war wie ein Ritual – keine Jury hörte ihr zu und konnte sie kritisieren. Sie eignete sich alles selbst an, sie studierte im Singen alle Feinheiten und Nuancen der Stimme von Freddie, Whitney, alle Registersprünge, Vibrato, wie man leiser singt, wie man Akzente setzt, wie man artikuliert – später wurde ihr auf der Berklee Summer School gesagt, dass Diktion unglaublich wichtig ist in der Musik und im Singen. Sie hatte das Gefühl, dass sie alles richtig macht und entwickelte sich weiter. So war ihr Jugendzimmer der erste Proberaum ihres Lebens. Die gesamte Oberstufe war Magie darin, wenn die Vorhänge geschlossen waren – sie legte CDs auf und versank in der Magie der Musik und Welt des Klanges.
Auch ihre Mutter half ihr mit den Basics der Gesangstechnik, mit all den klassischen Übungen, die man so macht, wenn man richtig gestützt singen lernen wollte. Das alles half ihr sehr.
Sie interessierte sich auch für alle Gesangsshows in Österreich, die gerade im Fernsehen liefen, aber selten gefielen ihr Stimmen, selten hatten sie etwas Großes und Großartiges an sich – vielleicht Nadine Beiler von den Österreicherinnen, aber sonst sehr wenige, und sie schaute eher auf die internationalen Stars und die Klassiker, die die Musikwelt zu bieten hatte. Später in ihrem Leben erlebte sie auch wenige Sänger, von denen sie dachte – das sind Künstler – sie LEBEN die Musik – sie singen sie nicht, sondern sind in ihr ganz versunken. Sie spürte bei einigen eine gewisse Sensibilität, die nicht alle Menschen besaßen, und sie wusste, dass es Gleichgesinnte waren und war deshalb heilfroh, solche gefunden zu haben, auch wenn sie danach im weiteren Leben nur virtuell mit ihnen verbunden war.
So hat Daria mit der Zeit ihren besonderen und ganz eigenen Sound und Stimme entwickelt und war dann bereit eine eigene Band zu gründen und in die Musikwelt hinauszugehen… sie hatte viele Musikprojekte begonnen, hat viele interessante Musiker kennengelernt während ihrer Jugend, Demos eingesungen, an Wettbewerben teilgenommen…
Einer der größten persönlichen Höhepunkte war für sie Berklee, die Berklee Summer School in Italien, in Perugia 2018…
To be continued. 🙂
(c) Daria Kokozej, Juni 2025