Text inspiriert von Daria Kokozej (2000er Jahre), und verfasst mit Hilfe der KI, Juni 2025:
Heimat in Vielfalt – Gedanken über Herkunft, Zugehörigkeit und Menschlichkeit
Was bedeutet Heimat? Für manche ist es der Ort ihrer Geburt. Für andere ist es ein Gefühl von Geborgenheit, Akzeptanz, Zugehörigkeit. Heimat kann ein Land, ein Stadtteil, eine Sprache, ein Geruch sein. Doch in einer globalisierten Welt, in der Millionen Menschen ihre Herkunftsländer verlassen müssen – sei es durch Krieg, Armut, politische Verfolgung oder Naturkatastrophen –, ist Heimat oft etwas Neues, etwas Erworbenes. Und manchmal entsteht sie dort, wo man es am wenigsten erwartet hätte.
🇦🇹 Österreich – ein kulturelles Konglomerat
Ein Land, das wie kaum ein anderes für kulturelle Vielschichtigkeit steht, ist Österreich. Schon der Name „Österreich“ – das „östliche Reich“ – deutet darauf hin, dass hier keine einheitlich gewachsene Nationalkultur vorliegt, sondern ein historisch gewachsenes Mosaik an Einflüssen und Identitäten.
Elfriede Jelinek beschrieb Österreich einst treffend als ein Land, das in Wahrheit seit Jahrhunderten durchmischt ist. Belagerungen, Kriege, Migration und politische Umbrüche haben ihre Spuren hinterlassen – in Sprache, Küche, Mentalität, Musik. Selbst das berühmte Wiener Schnitzel, der Kaffeehauskult oder das Schifahren haben fremde Wurzeln.
Wir Österreicher*innen sind ein Produkt dieser Geschichte. Eine Geschichte, die geprägt ist von Austausch, Vermischung und Aneignung. Und das ist nichts Negatives – im Gegenteil: es macht unsere Kultur so reich, spannend und lebendig.
💬 Die Gefahr der Ausgrenzung
Gerade deshalb ist es umso erschütternder, dass es immer noch Menschen gibt, die andere aufgrund ihrer Herkunft abwerten – und in einem Land wie Österreich gar „Reinheit“ fordern. Politische Strömungen, die mit Angst vor dem „Fremden“ spielen, vergessen allzu leicht: Unsere eigene Geschichte ist ein Beweis dafür, dass Vielfalt zur Normalität gehört.
Rassismus, Chauvinismus, Diskriminierung – sie alle wurzeln in Unwissen und Abgrenzung. Wer seine eigene Herkunft nicht kennt, ist anfälliger für Vorurteile gegenüber anderen. Wer meint, die eigene Kultur sei „besser“ oder „reiner“, hat die kulturelle Realität längst verlassen.
🎓 Bildung als Schlüssel zur Toleranz
Um Vorurteile langfristig abzubauen, braucht es mehr als gute Absichten: Es braucht Bildung. Schon von klein auf sollten Kinder lernen, dass Vielfalt kein Makel ist, sondern eine Bereicherung. Schulen und andere Bildungseinrichtungen tragen eine große Verantwortung: Sie müssen jungen Menschen die Werkzeuge geben, um sich selbst zu verstehen – und andere nicht vorschnell zu verurteilen.
Ein integratives Bildungssystem vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Werte: Respekt, Offenheit, Mitgefühl. Wer mit einem offenen Geist heranwächst, wird seltener in Schubladen denken. Und wird sich eher als Teil einer vielfältigen Menschheit begreifen.
🌱 Meine persönliche Geschichte
Ich selbst bin in der Ukraine geboren – einem Land, das ebenfalls von kultureller Vielfalt geprägt ist. Griechische, türkische, russische, slawische Einflüsse prägen seine Geschichte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde es für viele Menschen, darunter auch meine Familie, schwierig, in der Heimat Perspektiven zu finden.
Österreich hat mir eine neue Möglichkeit gegeben. Hier durfte ich studieren, lernen, wachsen. Hier konnte ich meine Talente entfalten und über meinen eigenen Horizont hinausblicken. Für all das bin ich dankbar. Und trotzdem bleibt auch meine Herkunft ein Teil von mir. Heute trage ich viele Heimaten in mir: Orte, an denen ich mich wohlfühle, Menschen, mit denen ich verbunden bin, Sprachen, in denen ich denke.
🕊 Heimat als Menschlichkeit
Heimat ist kein fester Ort. Heimat ist dort, wo man angenommen wird – und wo man andere annimmt. Es ist ein Gefühl, das wächst, wenn Menschen sich begegnen und einander verstehen wollen. Wenn wir lernen, die Heimat anderer zu respektieren, verstehen wir auch unsere eigene besser.
Wir alle haben Gefühle, Ängste, Sorgen, Hoffnungen. Und so unterschiedlich unsere Geschichten auch sein mögen – im Kern sind wir gleich. Vielleicht ist unsere wahre Heimat nicht ein Land, sondern die Fähigkeit, mitfühlend zu sein. Und die Welt selbst ist das Haus, das wir gemeinsam bewohnen.
Ich glaube fest daran: Ein gebildeter Mensch ist nicht derjenige, der am meisten weiß – sondern derjenige, der am tiefsten versteht.